Keim frei! – Hygiene-Risiken im Haushalt

Bei Keimen und Viren denkt man sofort an Krankenhäuser, Praxen und öffentliche Toiletten, Kindergärten oder Pflegeeinrichtungen.

Doch wussten Sie, dass der Ort, an dem Sie sich am sichersten fühlen, einer Quarantänestation Konkurrenz machen kann – Ihr Zuhause. Wir zeigen Ihnen die gefährlichsten Hygiene-Risiken im Haushalt – und was Sie dagegen machen können.

Versteckte Ansteckungsgefahr

 

Es sind die Gegenstände, die häufig und von allen benutzt, aber beim Saubermachen am häufigsten vergessen werden: Türklinken, Lichtschalter, Telefon, Computertastatur…

Da in Folge Erkältungsviren bis zu 24 Stunden und langanhaltende Viren bis zu mehreren Wochen überleben können, stellen diese vermeintlich harmlosen Familienfreunde ein gesundheitliches Risiko dar. Deshalb vor allem in der Erkältungszeit regelmäßig desinfizieren.

Bakterienverbreitung durch die Toilettenspülung

 

Wussten Sie, dass das Toilettenbecken zu den hygienischsten Plätzen in der gesamten Wohnung gehört? Dagegen ist die Toilettenspülung ein ständiges Risiko, da beim Spülen Bakterien bis zu sechs Meter weit spritzen können, laut einer Studie der New York University.

Darum nur noch mit geschlossenem Toilettendeckel spülen und die Zahnbürste aus der Gefahrenzone bringen!

Handtücher – das Bakterienparadies

 

Das Badezimmer, mit seiner feuchten und warmen Umgebung, ist ein Paradies für Bakterien. Vor allem Handtücher befinden sich im Gefahrenpunkt, besonders wenn sie nicht richtig trocknen können oder schon länger nicht gewaschen worden sind.

Sorgen Sie dafür, dass benutzte Handtücher genügend Luft an die Fasern zum Trocknen bekommen – also nicht zusammenknüllen und liegen lassen, sondern aufhängen und, je nach Benutzung, ungefähr einmal die Woche wechseln.

Kreuzkontamination in der Küche

 

Kreuzkontamination entsteht, wenn Bakterien von einem Gegenstand zum anderen übertragen werden. Das ist vor allem in der Küche, auf benutzten Arbeitsflächen, Schneidebrettern und Geräten der Fall. Auf Schwämmen können sich außerdem 400 Mal mehr Bakterien befinden, als auf einem Toilettensitz, wechseln Sie also diese regelmäßig aus oder verlängern Sie ihre Lebensdauer, in dem Sie einen Schwamm für 30 Sekunde auf höchster Stufe in die Mikrowelle geben. Achten Sie dabei unbedingt darauf, dass der Schwamm nass ist, da er sonst Feuer fängt.

Teppichfasern mit Gesundheitsrisiken

 

Ein regelmäßig gesaugter Teppich enthält dennoch Unmengen an Staubpartikeln, die allein durch das Lüften von draußen hineingelangen können und sich dann festsetzen. Teppiche bieten Zuflucht für Millionen von E.coli-Bakterien und enthalten darüber hinaus Spuren von menschlichen und tierischen Fäkalien, laut einer britischen Studie.

Lassen Sie also Ihre Teppiche mindestens einmal im Jahr professionell reinigen oder saugen Sie sie nass, damit sich Keime nicht verbreiten können.

Wenn Sie keine Spuren von Teer, Hundekot und Erbrochenem in Ihrer Wohnung haben möchten, ziehen Sie in der Wohnung die Schuhe aus und bitten Sie auch Ihre Gäste darum!