Staub bekämpfen – zehn goldene Regeln

Der Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat ein Dokument veröffentlicht, das sich mit der Staubbekämpfung beschäftigt.

Unter dem Slogan “Gib dem Staub keine Chance” werden unterschiedliche Arten und Größenklassen von Staub definiert.

Der Mensch verfügt über ein Atemsystem mit speziellen Reinigungsmechanismen. Mit dem “normalen Schmutz” wird dieses System ohne weiteres fertig. Für übermäßige Belastung ist es jedoch nicht ausgelegt.  Die mikroskopisch kleinen Flimmerhärchen in den Bronchien sind verantwortlich für den Transport von Staub zum Abhusten. Diese Flimmerhärchen können jedoch durch toxischen Staub eingeschränkt werden – oft sogar bis zum Erliegen.

Zehn goldene Regeln zur Vermeidung von Staub beinhalten zahlreiche Möglichkeiten, den Staub schon im Ansatz zu vermeiden oder entsprechend einzudämmen, wie z.B. Staub gar nicht entstehen lassen (Staubschutz muss daher bereits in der Produktion beginnen und der Transport und die Lagerung von Staub weitestgehend vermieden werden, weil staubfreisetzende Materialien in andere Arbeitsbereiche verschleppt werden können) oder Staubarme Materialien verwenden (Die Verwendung staubarmer Materialien reduziert die Kosten für die Entsorgung (oder Absaugen) des Staubes) oder Geschlossene Anlagen verwenden (wirksamste Staubbekämpfung, stellt allerdings höchste Ansprüche an Planung und Konstruktion solcher Bereiche) oder Staub unmittelbar an der Entstehungsstelle absaugen – Sauger entsprechend Warten.

Wichtiger Aspekt: Ihr Reinigungsunternehmen

Wichtig aber – und das in Zusammenarbeit mit einem geeigneten Reinigungsunternehmen – sollte der Arbeitsplatz ausreichend gelüftet und Abfälle sofort staubfrei beseitigt werden.

Das ist eine grundsätzliche Vorleistung, die den Einsatz (und die Kosten) von Reinigungskräften entsprechend reduziert. Berücksichtigt werden muss: Ein nicht zu unterschätzender Anteil der Staubbelastungen am Arbeitsplatz stammt nicht direkt von Maschinen und Verarbeitungsprozessen, sondern von Material, das sich auf Fußböden, Maschinen und Anlagen ablagert und wieder
aufgewirbelt wird. Deshalb sind Arbeitsplätze regelmäßig zu reinigen.

Gerade bei Staub gilt: Beseitigung muss so staubarm wie möglich erfolgen. Eine Reinigung sollte nach Möglichkeit nass (bzw. feucht) erfolgen. Voraussetzung hierfür sind glatte Wände und Fußböden. Holzfußböden oder Teppichbelage sind in Bereichen, in denen Staub anfällt, ungeeignet.

An Industrie und Bau denkt jeder sofort bei Staub. Toxischer Staub (z.B. mit Keimen belastet) tritt aber auch in normalen Umgebungen, wie z.B. Arztpraxen auf. Die Arztpraxis sollte daher hygienisch gereinigt werden. Aber auch der “normale” Büroalltag produziert Staub in Hülle und Fülle.

Alternativ zu Holz- oder Tepichböden eignen sich spezielle weiche Bodenbeläge, wie z.B. Gummimatten. Diese haben auch den Vorteil, ergonomisch, lärmdämmend, rutschhemmend und kälteisolierend zu wirken.

Der Verband empfiehlt, trockenkehren mit dem Besen zu vermeiden.